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Ein Tag mit Frau Maria ....

"Guten Morgen Frau Maria*. Ausgeschlafen? Die Sonne lacht heute so schön ins Zimmer".

 

"Frau Maria wohnt schon eine ganze Weile bei uns", erzählt Schwester Leonie, vom Pflegepersonal. "Sie ist eine rüstige und sehr liebenswerte ältere Dame, die noch gerne und viel selbst unternimmt.Schon seit längerem ist Sie an Demenz erkrankt und benötigt daher eine verständnisvolle und ruhige Führung durch den Alltag, der durchwegs auch mal etwas turbulent werden kann", lacht sie.

 

Daher wurden, zum besseren Verständnis, bei Ihrem Eintritt Frau Maria´s Lebensgewohnheiten und Vorlieben erfasst. Auch bereits bestehende Probleme in der Bewältigung des Alltags wurden genau aufgenommen um eine darauf abgestimmte, individuelle Begleitung im Heimalltag bieten zu können.

 

Aufgrund Ihrer Merkfähigkeitsstörung – der Demenzerkrankung an Alzheimer vergißt Frau Maria Zeit, Ort, Personen und die Durchführung alltäglicher Handlungen und Tätigkeiten.

 

"Zeit für die Morgenwäsche Frau Maria". Eine Pflegeperson begleitet Sie bei der Morgentoilette und hilft ihr beim Vorbereiten der Pflegeutensilien. Schritt für Schritt wird Frau Maria angeleitet und bei der Körperpflege begleitet.

 

Zeit und Verständnis – stete und wichtige Begleiter in der Validation, der Führung und Betreuung von an Demenz erkrankten Menschen.

 

"Gut gemacht Frau Maria. Das klappt ja alles tadellos." Lob und Bewunderung über die Erhaltung der Selbstständigkeit sind hierbei ein ebenso wichtiger Faktor.

 

Frau Maria verwendet nur ihre spezielle Gesichtscreme und trägt sehr gerne Parfüm. Das ist ihr sehr wichtig und findet von uns natürlich Unterstütung und wird erhalten.

"Fertig", sagt Frau Maria. "Alles wieder frisch und sauber, so wie es sein soll."

 

Gut, dann können wir nun gemeinsam den Plan für den Tag festlegen. Frau Maria besitzt einen Stehkalender. In diesen wird nun eingetragen, was heute am Programm steht. Was wird unternommen, wo möchte sie teilnehmen, wann gibt es Essen, wann kann sie spazieren gehen, worauf sie eben heute Lust hat …

 

"Erledigt - Nun gehen wir aber endlich frühstücken. Ich freue mich schon", lächelt Frau Maria und begibt sicht zu den elf weiteren Bewohnern in der gemeinsamen Wohnküche. Es gibt Frühstück vom Buffet.

 

"Wie lecker", stellt Frau Maria fest. Darauf freut sich Frau Maria immer besonders. Sie holt sich ihr Frühstück gerne selbst und setzt sich zu ihren beiden Tischdamen an den liebevoll gedeckten Tisch – der Kaffee wird serviert.

 

Nach dem Frühstück werden die Reste von Brot und Semmel in einem Eimer gesammelt. Alle freuen sich bereits, denn nun geht es in den Garten und die Reste werden an die Hühnern verfüttert. Nebenbei sammeln sie sogleich die Eier ein und bringen diese in die Wohnküche.

 

An der Morgenrunde um 10 Uhr, dem täglichen Orientierungs- und Gedächtnistraining, nimmt Frau Maria immer teil. Sie ist sehr gesprächig und bringt sich leidenschaftlich mit vielen Erinnerungen aus der „guten, alten Zeit“ in die Runde ein.

Vor dem Mittagessen geht sie sehr gerne noch eine Runde im Park spazieren, dabei erzählt sie Ihrer Begleitung aus ihrem Leben, besonders über ihre Kinderund die Arbeit als Hausfrau und Mutter. 

"Mahlzeit", freut sich die Runde.

Das Mittagessen findet wieder in der gemeinsamen Wohnküche statt. Zusammen wurden die Tische aufgedeckt, frischer Salat aus den eigenen Hochbeeten zubereitet und knackiger Schnittlauch für die Suppe geschnitten. Frau Maria betont oft, wie sehr sie die gemeinsamen Mahlzeiten genießt und lobt die anderen Damen für ihren Fleiß und ihre Bemühungen.

Doch der Tag bisher was anstrengend und nun ist es für Frau Maria Zeit für die Mittagruhe. Meist verbringt sie diese in ihrem Lehnstuhl, den Sie mitbringen durfte und der viele Erinnerungen an früher weckt.

„Bald 15 Uhr - es ist soweit“, singt Frau Maria vergnügt vor sich her.

Das gemeinsame Singen steht auf dem Programm. Frau Maria wird von einer Pflegeperson abgeholt, um ja nicht zu spät zu kommen. Denn das mag sie gar nicht. Es wird ein Glas Rotwein gereicht.

 

„Ja bitte gerne“, sagt Frau Maria. Das nimmt sie nur allzugerne an.

 

 

Bei so viel Heiterkeit vergeht die Zeit wie im Fluge. Es ist Zeit zum Abendessen.

 

 

Jeden Tag bleibt Frau Maria noch mit einer kleinen Damenrunde im Wohnbereichsitzen. Eine Mitbewohnerin kocht für alle Kakao, der Fernseher wird eingeschalten und gemeinsam sehen sich die Damen „Kärnten Heute“ an.

 

Noch eine kleine Nachbesprechung des gesehenen und dann heißt es „Gute Nacht“.

 

 

Die Abendtoilette ist für Frau Maria natürlich auch sehr wichtig. Wieder mit Unterstützung einer Pflegeperson wird sich bett-fein gemacht - ein Abendgebet gesprochen und dann heißt´s: „Gute Nacht Frau Maria – träumen Sie schön“...


Und wieder geht ein Tag voller Ereignisse zu Ende und im Haus kehrt Ruhe ein.

 



"Das komplette Pflegepersonal ist gut geschult und besucht ständig Kurse und Seminare, um stets am Neuesten Stand zu sein. Es ist uns ein großes Anliegen, unsere Bewohner liebevoll und in Würde begleiten zu können. Das ist nur möglich, wenn man genau weiß, wo Bedarf ist und wie dieser bestmöglich umgesetzt werden kann", merkt Thomas Schell an - Direktor und Heimleiter des Seniorenhauses Albertini.

* Name von der Redaktion geändert. Die Bilder zeigen Impressionen aus unseren Häusern und stehen in keinem direkten Zusammenhang zu dieser Kurzgeschichte, die einen kleinen Einblick in unseren Heimalltag geben soll. Wir möchten die Privatsphäre unserer Bewohner schützen und bitten um Verständnis.